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Buchbesprechungen


Lebenshilfe wie noch nie zuvor

Was man sich bisher nicht zu fühlen traute

Warum gibt es so ein Buch erst im Jahre 2018? Warum muss man so lange warten, dass man an grundlegende persönliche Konflikte und Problemwiederholungen herankommt? Es ist schon denkwürdig, dass in den USA ein derartiger Grobian Präsident ist, während aus dem gleichen Lande eines der tiefsinnigsten Bücher kommt, das man je lesen konnte. Auch sind wir Europäer skeptisch, was aus den USA für neumodischer Psycho-Schnickschnack wieder daherkommt. Hier: weit gefehlt! Das Buch ist so einfach und offenbar, dass auch jemand, der nicht häufiges Lesen gewohnt ist, alles nachvollziehen kann, und merken kann, dass man nicht in ein Schema gepresst wird.

B.D. Bauer schreibt mit einer liebevollen Gründlichkeit. Andere Bücher haben auch schon gesagt, dass man lernen müsse, zu vergeben. Dort wird es aber nur gestreift oder so behandelt, als sei das leicht zu bewerkstelligen, während Bauer gründlich darlegt, wie das mit einem selbst zusammenhängt. Sein Kerngedanke ist, dass eine gesunde Selbstliebe, die anderen mit Respekt begegnet, Voraussetzung dazu ist, auch andere lieben zu können. (Den entsprechenden Satz des Neuen Testamentes hat die Kirche selbst noch nie ernst genug genommen.) Ursache dafür ist, dass jeder Mensch als Kind den Druck internalisiert, zuerst für andere da sein zu müssen und ihren Gefallen zu finden. "Unsere von Angst beherrschten Gedanken und Gewohnheiten bringen uns dazu, uns als Opfer wahrzunehmen und uns selbst leid zu tun, während wir in Wirklichkeit in unserem Sprechen und Handeln im Hier und Jetzt … nicht ehrlich mit uns selbst sind." Das wird man später nicht so ohne weiteres los, dazu muss man an sich arbeiten: "Die toxischen Emotionen, die sich an das anknüpfen, was unverziehen bleibt, werden uns dazu anstacheln, Erfahrungen zu kreieren, in denen wir uns … erneut negative Empfinden entgegenbringen."

Haupthindernis oder Erschwernis dazu ist, dass man lernen muss, auch sich selbst zu vergeben. Viele der Störungen und Belastungen, die im Erwachsenenleben beeinträchtigen, beruhen darauf, dass man sich selbst missbilligt und dadurch manch Positives versäumte oder verhinderte, was man sonst hätte erleben können. "Von anderen geschätzt zu werden tut gut, doch wir müssen uns darüber klar werden, dass wir selbst die Person sind, auf deren Liebe wir warten."

Bauer entfaltet diese Grundtatsachen in etwa 30 Kapiteln. Diese unterscheiden sich nicht völlig voneinander, sondern das Grund-Missverhältnis wird nuancenweise erweitert, und man wird immer wieder durch verblüffende neue Aspekte und Zusammenhänge darauf hingewiesen, wo man selbst der eigenen Lebensfreude im Wege steht. Bauers liebender Stil drückt sich auch in Leitfragen und –sätzen am Ende fast jeden Kapitels aus, die einem helfen, an sich selbst zu arbeiten. Dazu kommen Anleitungen, wie man durch eine meditierende Körperhaltung den Nachdenkensprozess fördern kann.

A. Martin Steffe

Blake D. Bauer: Du lebst nicht, um zu leiden. Stuttgart, 2018 (Thieme). 304 S., 978-3-432-10684-7, €14,99

Gehen für mehr Achtsamkeit, Achtsamkeit im Gehen

Gehen für mehr Achtsamkeit, Achtsamkeit im Gehen

Es gibt ja heute Menschen, die viel gehen oder sogar Wandern. Doch in vielen Fällen steckt dahinter ein geheimer Ehrgeiz. So wie Wilhelm Busch es preist: "Ein leichtes Rütteln, sanftes Schwanken, belebt und fördert die Gedanken." Doch Radford will in der altbekannten Aktivität des Wandern ein neues Empfinden entdecken. Das entspricht eher dem, wie Goethe es ausdrückte: "Ich ging im Walde so für mich hin und nichts zu suchen, das war mein Sinn." Dieses "Nichtssuchen" müssen die meisten von uns erst wieder lernen. Radfords Buch hilft bei dieser Rückkehr zur Einfachheit in der Bewegung oder zu ihrer Wiederentdeckung. Doch wer es gelernt hat, der ist dankbar für die vielen Eindrücke, die sich einstellen, sobald man wirklich offen für die Welt um einen her ist. Günstig kommt allerdings hinzu, dass die Medizin, die den hohen Wert der Bewegung anpreist, auch zur sanften und langsamen Bewegung ermutigt. Das sei mehr als nichts, sagen die Ärzte. Radford stellt auf mehreren Seiten dar, warum und wie auch das beschauliche Gehen bedeutenden gesundheitlichen Wert entfaltet.

Radford beschreibt zunächst die Entwicklung des Gehens, die Bewegungsabfolge und mögliche Schäden in der Haltung. Ausführlich beschreibt er, wie das Gehen den Weg zur Achtsamkeit öffnet und wie es andererseits der Achtsamkeit Raum gibt: "Von allen Arten der Bewegung … ist das gehen die beste, um langsam zu werden." Im zweiten Teil des Buches regt Radford in einzelnen Kapiteln an, wie man aus Wetter, Jahreszeiten, Tieren oder Geländeform Impulse für das achtsame Gehen gewinnen kann.

Während die schön einfache Sprache dem Bedürfnis des Lesers entgegenkommt, ist das Buch nicht ganz lesefreundlich gestaltet. Farbige Seiten sind hübsch, aber dann auch noch mit weißen Buchstaben darauf geht am Lesevermögen der meisten vorbei.

A. Martin Steffe

Radford, Sholto: Gehen. Der Weg zu einem achtsameren Leben. Stuttgart, 2018 (Thieme) 144 S., €9,99. ISBN 978-3-432-10769-1.

Intervallfasten noch verbessern

Richtige Rezepte für mehr Gesundheit und stärkeres Abnehmen

Intervallfasten ist beliebt, weil es erstaunlich wirksam ist und grundsätzlich keine besondere Kostform erfordert. Es wird besser durchgehalten als andere Diäten, weil es von vorneherein nicht den Jojo-Effekt heraufbeschwört. Doch die verringerte Nahrungsaufnahme lässt auch ratsam sein, auf die ausreichende Menge der Nährstoffe zu achten. Zugleich sollten Mahlzeiten so sättigend sein, dass sie die gewünschte Bilanz der Verringerung unterstützen. Das gilt besonders, wenn etwa ein Diabetes mellitus oder Gicht eine deutliche Verringerung des Gewichts erforderlich machen. Zumal sich auch alle Blutwerte verbessern. Wenn ein strenges Intervallfasten gelingt, dann könnte auch eine Abnahme der Muskelmasse damit einhergehen. Das wäre schade, weil damit auch der Grundumsatz verringert wird. Auch dem also sollte ein gutes Fasten Rechnung tragen.

In ihrem Rezeptteil nach den grundsätzlichen Erläuterungen verwirklicht Bettina Snowdon diese Vorteile des Intervallfastens: Die Rezepte achten auf reichlich Eiweiß, weil das sättigt und dem Erhalt der Muskulatur dient, der Anteil an Kohlehydraten ist gering, und kaloriensparend sind sie auch ausgelegt. Sieht man die Rezepte in den Abbildungen, glaubt man gar nicht, dass Diät so lecker sein soll. Entscheidender Vorteil ist, dass die leckeren Rezepte mit wenigen und leicht erhältlichen Bestandteilen auskommen und so einfach zu machen sind, dass auch Laienköche sie verwirklichen können. Gemessen an dieser Feinabstimmung mit all den erforderlichen Rücksichten ist das Buch eine Meisterleistung.

Snowdon, Bettina: Intervallfasten: Das Kochbuch. Noch gesünder und schlanker mit den richtigen Rezepten. Stuttgart 2018 (Trias). 128 S., 46 Abb., €14,99. ISBN 978-3-432-10924-4

Die 50 besten Entzündungs-Killer. Stille Entzündungen besiegen.

Die Leute sorgen sich am meisten vor Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei sind stille chronische Entzündungen eine Gefahr, die mindestens die Hälfte der Bevölkerung betrifft. Dass kaum jemand diese Beeinträchtigung und Gefahr beachtet, verwundert umso mehr, als chronische Entzündungen in späteren Stadien zu all diesen schweren Krankheitsbildern führen. Noch mehr verbreitet – und das schon in jüngeren Lebensaltern – ist Übergewicht. Es ist einerseits ein Zeichen für eine stille Entzündung, andererseits erschwert es dem Körper immer mehr, die Oberhand über die Entzündung zu gewinnen. Außerdem überrascht, dass nicht weniger als 6 einfache Laborparameter zur Verfügung stehen Leukozyten, C-reaktives Protein, IgE-Spiegel, Blutsenkung u.a.), anhand deren man rasch feststellen kann, ob ein Entzündungsgeschehen vorliegt.

Warum aber kommt es zu solchen überschießenden, nicht abgeschlossenen Entzündungsreaktionen, wenn es sich dabei doch eigentlich um eine Abwehrreaktion des Körpers handelt? Den Gründen widmet Müller einen ganzen Abschnitt. Verletzungen, Gifte, Schadstoffe, Krankheitserreger, Stoffwechselprodukte, unausgewogene Ernährung u.a. fallen darunter. Vor allem aber macht Müller deutlich, dass der Darm, ein Organ von einer Fläche von 30-40 m², das größte Abwehrorgan des menschlichen Körpers ist, und dass er deshalb der Pflege bedarf. Danach überrascht nicht mehr, dass ein belasteter Darm auch Hirnfunktionen schädigt: Depressionen, M. Alzheimer, M. Parkinson, Schizophrenie und sogar Autismus können in einem kranken Darm ihre Ursache haben. Wer vorzeitig altert, hat morgens im Spiegel einen Nachweis seines Entzündungsgeschehens.

Die 50 Hinweise, was man dagegen tun kann, gliedern sich in eine Auswahl von Lebensmitteln (Kefir, Joghurt, Brottrunk, Hafer, Öle von Raps, Lein und Walnuss, Algen, Yams-Wurzel); Mineralien wie Magnesium, Kupfer, Selen; Vitamine wie B12, Folsäure, Vit. A u.a. So kurz jeder Abschnitt zu den Helfern ist, so differenziert behandelt Müller aber alle empfohlenen Stoffe, etwa in der Hinsicht, ob es reicht, sie sich als Lebensmittel zuzuführen, oder ab wann man doch auf Präparate angewiesen ist. So klein das Büchlein ist – als Begleiter hat es Riesenbedeutung.

A. Martin Steffe

Müller, Sven-David: Die 50 besten Entzündungs-Killer. Stille Entzündungen besiegen. Stuttgart 2019 (Thieme). 128 S., €9,99, ISBN 978-3-432-10895-7

"Nichts schmeckt so gut wie schmerzfrei zu sein" - Ernährung ist eine starke Medizin

Linderung von Schmerzen oder sogar Schmerzfreiheit sind möglich

Die große Stärke des Buches von Anke Mouni Meyer ist, dass sie aus eigener Betroffenheit die Feinheit der vorgeschlagenen Kost entwickelte: Schon im blühenden Alter von 24 Jahren wurde sie von der Diagnose rheumatoider Arthritis heimgesucht. Der Titel des Buches erweckt den Eindruck, als ginge es nur um Rezepte. Tatsächlich aber hat sie sich nicht nur in Makrobiotik und Traditionelle Chinesische Medizin eingearbeitet, um zu einer Diät finden zu können, sondern hat die Bedeutung der Ernährung für die Krankheiten des rheumatischen Formenkreises umfassend studiert. Daher schreibt sie nicht nur von Lebensmitteln (und den Rezepten) selbst sondern auch über geeignete Zusammenstellungen und Zubereitungsarten. Was Meyer darlegt umfasst zwar manchmal Algen oder seltene Getreide, ist aber eigentlich gar nicht exotisch. Ihre Ratschläge decken sich mit dem, was bei uns die Schulmedizin sagt. Bloß kommt es hier in einen Zusammenhang, und man kann ein Ernährungskonzept lernen und beibehalten.

Zucker, Kaffee, Nachtschattengewächse u.a. stehen ganz auf dem Index. Salz ist wichtig, aber man darf bei der Gesamtmenge nicht die Fertigpizza mit ihren versteckten Salzen vergessen, die manchmal schon die Höhe des Tagesbedarfs erreichen. Doch Meyer erteilt keine peniblen Vorschriften, so wie heutzutage viele in fast-religiöse Ernährungsvorschriften abgleiten. Sie findet sogar Möglichkeiten, durch welche Zubereitungsart sogar Gichtkranke gewisse Hülsenfrüchte genießen können. Wohl regt sie an, bei der Ernährung auf den Jahreskreis und den Tageskreis (Organuhr) zu achten, aber alles unter der Devise: Horch in dich hinein und finde heraus, was dir wirklich gut tut! Diese Bereitschaft zur Entdeckung ist bei diesen Kostvorschlägen erforderlich. Schließlich würdigt sie auch noch alte Hausmittel, erläutert die Hilfe, die Fachleute geben können, diskutiert Nahrungsergänzungsmittel und beschreibt schließlich die besonderen Eigenschaften der drei Hauptkrankheitsbilder. Betroffene, die dieses Buch haben, brauchen kein anderes mehr.

A. Martin Steffe

Anke Mouni Meyer: Ganzheitliche Ernährung bei Rheuma, Arthrose, Gicht. Meine himmlischen Rezepte gegen höllische Schmerzen. Stuttgart 2019 (Thieme). 176 S., €19,99. ISBN 978-3-432-10792-9.

Du vergisst, dass du jemals glücklich warst

Depression ist kein schmutziges Geheimnis

Der Buchtitel ist zwar zutreffend, wirkt aber so lieb, als würde einem in dem Buch gut zugeredet. Doch es enthält viel mehr, als man annehmen möchte, und verdient, Pflichtlektüre von Fachärzten zu werden. Zunächst einmal ist es eine Wohltat zu lesen, obwohl es um eine schwere Krankheit geht; denn wenn Menschen ganz persönlich und authentisch schreiben, schreiben sie auch stilistisch gut bis brillant. Je mehr von ihnen man gelesen hat, staunt man, wie viel Übereinstimmung es gibt, obwohl ja keiner der Beitragenden wissen konnte, was andere schreiben. Das gilt für das Krankheitsempfinden ebenso wie für Therapievorschläge: Loch, schwarzes Monster, Vorhölle – Vergleiche, die immer wieder vorkommen. Zugleich aber unterstreichen alle einhellig, dass Depression keine Schande ist, auch nicht, Grenzen zu haben. Erstaunlich, dass viele auch auf eine nötige gedankliche Trennung hinweisen: "Du bist nicht diese Gefühle und Gedanken, das ist eine Krankheit. Sie lässt sich behandeln. Es gibt Hilfe." Daher kommen die Briefeschreiber auch erstaunlich einhellig zu der Grundvorstellung, dass die Behandlung der Depression immer ein langer Weg mit Aufs und Abs ist. Konkret empfehlen alle: Nicht schweigen sondern Leute aufsuchen, Ärzte aufsuchen, Medikamente treu nehmen, Sport, gutes Essen, Tagebuch schreiben (evtl. mit bestimmten Regeleinträgen wie guten Dingen, die passieren; Gründe, die für das Leben sprechen, aufzählen; "Um an meiner Heilung zu arbeiten habe ich heute …") und sich vorzustellen, dass man einen Fuß vor den anderen setzt – aber entscheidend voran kommt. Den Wert des Tagebuchschreibens formuliert einer so: "Diese kleinen Momente ergeben gemeinsam ein Bild meines Tages, das das Gegenteil von dem in meinem Kopf ist." Das Buch atmet eine menschliche Geschwisterlichkeit über Grenzen hinweg, die ungeachtet des ernsten Themas wohltut. Es ist ein wunderbares Buch.

A. Martin Steffe

James Withey, Olivia Sagan: Mutmach Briefe. Von Menschen, die ihre Depression überwunden haben. Stuttgart 2019 (Thieme). 192 S., €14,99 ISBN 978-3-432-10839-1

Nimm mich ernst! Kinder hören nicht nur die Worte

Lösungen finden, die allen gut tun

"Das Gegenteil von ‚gut' ist ‚gut gemeint'", lautet ein vielfach zitierter Satz. Leider gilt das auch für die Sprache wohlmeinender Eltern gegenüber ihren Kindern. Man muss sich tatsächlich um eine besondere Sprachkultur bemühen. Das Buch der schwedischen Autorin Lindgren ist zwar klein, aber man staunt, wie viel sie zu dem Thema auseinanderzusetzen weiß. Die Fülle der Beispiele ist auch nicht einmal so groß. Aber die Auswertung von typischen Situationen und Ausdrucksweisen, wie Lindgren sie in ihren Elternberatungen hört, ist so meisterhaft und gut, dass man mit diesem Büchlein wirklich weiter kommt: "Kinder brauchen Respekt und Anerkennung für das, was sie sind. Wenn das nicht geschieht, vertrocknet der Kern in ihnen und sie beginnen zu glauben, dass sie das sind, was sie leisten und besitzen."

Das Ziel ist, in allen Streitfällen eine Lösung zu finden, die die Bedürfnisse sowohl der Kinder als auch der Eltern befriedigt. Auf die Eltern kommt da nur die größere Last zu, weil sie erforschen müssen, welches das Bedürfnis ihrer Kinder sein könnten, denn Kinder selbst können sich nicht so differenziert ausdrücken, dass das leicht wäre. Aber sie werden merken, dass die Bedürfnisse gar nicht so oft auseinander driften, es sind vielmehr die Strategien, die zu den schroffen Reaktionen führen. Ein zweiter großer Teil des Buches ist den Selbstvorwürfen und der Verzweiflung gewidmet, in die Eltern, die es gut meinen, oft geraten, und diese Scham muss ebenfalls sorgfältig und gründlich bedacht werden.

Der Wert dieses kleinen Buches geht weiter über den Umgang mit kleinen Kindern hinaus. Schon Blake D. Bauer weist in seinem Buch darauf hin, wie leicht es passiert, dass Kinder sich als wertlos erleben und unter schädlichem Anpassungsdruck stehen. Alice Miller unterstrich bereits, wie viel man bei Kindern erreicht, wenn man ihre Gefühle ernst nimmt. Rudolf Dreikurs regte Lehrer und Lehrerinnen dazu an, auf eine Ermutigung der Schüler zu zielen, da sowohl das stille, brave als auch das flegelhaft-auffällige Kind sich nach Ermutigung sehnen. In Lindgrens Buch erlebt man die Feinarbeit, wie das erreicht werden kann.

A. Martin Steffe

Petra Krantz-Lindgren: Wenn du mit mir schimpfst, kann ich mich nicht leiden, Mama. Wie sie das Selbstwertgefühl ihres Kindes stärken. Stuttgart 2019 (Thieme). 148 S., €14,99. ISBN 978-3-43210853-7